Besuch im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Vor historischer Kulisse des ehemaligen Postscheckamtes in der Dorotheenstraße begrüßte am 18. Oktober 2017 Steffen Seibert, Chef des Presse- und Informationsamtes und Sprecher der Bundesregierung, das zahlreich besetzte Auditorium und gab einen interessanten Einblick in die Aufgabenstellung  der Behörde.

Meinungs- und Pressefreiheit seien zentrale Themen, wenn es darum gehe, die Arbeit der Bundesregierung sowohl Bürgern als auch speziell Journalisten zu erläutern oder das internationale Tagesgeschehen für die Regierung selbst aufzubereiten. Nach einem kleinen Exkurs in die Bereiche Fake News, Social media und auch G20 Präsidentschaft erhielten die Zuhörer weitere Gelegenheit, Fragen zum Alltag im sogenannten Bundespresseamt zu stellen und erfuhren zB, dass der Sprecher der Bundesregierung 3 mal wöchentlich in die Bundespressekonferenz, einem Zusammenschluß von Journalisten, gebeten werde, um den Fragen der Medienvertreter Rede und Antwort zu stehen.

Seibert, vor seiner Berufung zum Sprecher der Bundesregierung selbst jahrelang Journalist, legt Werte darauf, komplexe politische Sachverhalte dem Bürger verständlich zu vermitteln und unterstrich, dass das Bundespresseamt -im Gegensatz zu einem Propaganda-Ministerium- der reinen Vermittlung von Informationen diene.

Thilo v. Siegfried, der im Anschluss an Seiberts Vortrag über die Geschichte und Entwicklungen seit Gründung des Amtes im Jahre 1949 referierte, veranschaulichte in einem kurzen Film, wie genau die Arbeitsabläufe in der Behörde mit ihren insgesamt 475 Mitarbeitern aussehen. Nachdem er schließlich kursorisch auf die Geschichte des historischen Gebäudes und seine „Transformation von der Markthalle zur Informationsdrehscheibe“ eingegangen war, konnten die anwesenden Gäste die angeregten Diskussionen bei Brezeln und einem Glas Wein weiterführen.

WiB-Präsidentin Dr. Beyer-Zouboulis bedankte sich im Namen aller Anwesenden bei den Gastgebern für die Einladung und wies darauf hin,  dass der Blick „hinter die Kulissen der Macht“ selten auf so unterhaltsame Art genommen werden konnte.