Ikebana in Berlin

Auf Einladung der Ehefrau des japanische Botschafters, Frau Akiko Yagi,  konnte WiB seinen Mitgliedern im Mai ein Special Event zum Thema Ikebana anbieten. Ikebana, wörtlich „lebende Blumen“ ist die japanische Kunst des Blumenarrangierens.
Frau Marianne Pucks, Gründerin von Ikebana International Berlin, führte uns in der Japanischen Botschaft in die Kunst und Philosophie des Blumensteckens aus Fernost ein. Zusammen mit der Teezeremonie und Kalligraphie gehört Ikebana seit etwa 1500 Jahren zu den Ausbildungsstandards der (männlichen) oberen Schichten Japans. Frauen aus dem Bürgertum durften sich erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts dieser heute weltweit geschätzten und ausgeübten Kunstform widmen. Einerseits soll das Ikebana-Arrangement die Natur in den Lebensraum des Menschen bringen, andererseits gleichzeitig die kosmische Ordnung darstellen. Es gilt dafür die drei Linien shin (真), soe (副) und tai (体), Himmel, Erde und Menschheit, symbolisch umzusetzen. Der Künstler nutzt die Pflanzen, die sich aus der Jahreszeit ergeben und beachtet in den verschiedenen Ebenen des Gestecks auch unterschiedliche Gradwinkel; so entsteht eine Spannung.
Frau Pucks zeigte in fünf verschiedenen Gefäßen klassische bis moderne Gestaltungsformen der Steckkunst – und erntete großen Beifall.