Clubgeschichte

Wie der Adler zum Bären kam: Die Entstehung von "Willkommen in Berlin"

Bonn, nach der deutschen Teilung nur als vorläufiger Sitz der Bundesorgane gedacht, wurde mit der Rückübertragung der weitgehenden äußeren und inneren Souveränität an die Bundesrepublik auch als Sitz diplomatischer Vertretungen zunehmend wichtiger. Was die Diplomaten aus vielen Hauptstädten wie Washington und Paris kannten, eine Institution, von den Außenministerien unterstützt, die es den Lebenspartnern der akkreditierten Diplomaten erleichtert, sich im Gastland gut einzuleben und es besser kennen zu lernen, sollte nun auch Bonn erhalten.

1984 erfolgte die Gründung von "Willkommen in Bonn" und die Institutionalisierung des Clubs nach französischem Modell, vor allem unter tatkräftiger Mithilfe der Ehefrauen der Staatssekretäre von Staden und Meyer-Landrut und zweier aus der Betreuung durch "Bienvenue en France" begeisterter Heimkehrerinnen aus Paris, Sylvie Haas und Doris Eberle. Von Anfang an unterstützte das Auswärtige Amt die Arbeit des Clubs. Die Ehefrau eines seiner Staatssekretäre übernahm die Schirmherrschaft. Etliche mit Angehörigen des Auswärtigen Amts verheiratete Frauen, aber auch Damen der "Bonner Gesellschaft" haben in der Folgezeit mit ihrem ehrenamtlichen Engagement zu seinem Erfolg beigetragen. Was zunächst mit einem alle zwei bis drei Monate stattfindenden Begrüßungsmorgen begann, wurde schnell zu einem Programm mit Gruppenaktivitäten, Jours Fixes, Tagesausflügen und Reisen in die Bundesländer ausgeweitet.

In Berlin sah man einen ähnlichen Bedarf für die etwa 200 Lebenspartner der Diplomaten, die in den Generalkonsulaten und Botschafts-Außenstellen arbeiteten. Monika Diepgen, die Ehefrau des damaligen Regierenden Bürgermeisters und Jutta Fischer, die Ehefrau des aus dem Auswärtigen Amt stammenden Berliner Protokollchefs, gründeten daher 1994 den Berliner Club für Diplomatenfrauen "Welcome to Berlin".  Auch hier wurde eine Fülle von gemeinsamen Aktivitäten und Veranstaltungen angeboten.

Mit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin im Jahr 1999 bündelten beide Clubs mit dem Segen des Auswärtigen Amtes ihre Kräfte und schlossen sich zu "WILLKOMMEN IN BERLIN - Berliner Diplomatenclub beim Auswärtigen Amt e. V." zusammen. Am 19. Mai 1999 nahm der Club mit seiner Geschäftsstelle im Auswärtigen Amt seine Arbeit auf. Der Club steht unter der Schirmherrschaft eines der Staatssekretäre des Auswärtigen Amtes.

Unser Logo, ein halber Bundesadler und ein halber Berliner Bär, zeugt von dieser Geschichte, aber auch von der engen Verbundenheit und guten Zusammenarbeit der aktiven Mitglieder, die zur Hälfte Partner/Innen von Angehörigen des Auswärtigen Amtes sind und damit eigene Erfahrungen mit dem Neuanfang und dem Leben in anderen Kulturkreisen haben. Die Mitglieder aus Berlin und Umgebung sind hingegen mit der Region vertraut und bringen ihre Verbindungen zu Institutionen und Personen des öffentlichen Lebens ein. Gemeinsames Ziel ist es, den ausländischen Gästen, darunter auch immer mehr männlichen Mitgliedern, ein Forum für Freundschaft, Toleranz und Völkerverständigung zu bieten sowie es ihnen zu ermöglichen, ihr Gastland besser kennen und verstehen zu lernen.