Architekturspaziergang zu den Höfen in Mitte der Gruppe 14

Mitte Februar 2017 beschäftigte sich unsere Architekturgruppe mit den für Berlin typischen Höfe im Stadtteil Mitte sowie ihren sozialen und kulturhistorischen Hintergründen.

Unser Morgen mit Architekt Ulf Meyer begann am Hackeschen Markt. Friedrich der Große beauftragte 1750 seinen Stadtkommandanten Friedrich von Hacke ein Ackerbaugebiet vor den Berliner Befestigungsanlagen bebauen zu lassen. Ein neues Stadtviertel entwickelte sich, die spätere Spandauer Vorstadt.

Nach Gründung des Deutschen Reiches entwickelte sich Berlin rasch zur größten Industriestadt Europas. Wohnraum wurde knapp und verlangte Verdichtung. Kritik an Wohnbedingungen führte zu einer Verbesserung der Wohnqualität, sorgfältigerer Bebauung und Ausgestaltung. Beispielgebend sind die von Architekt Kurt Berndt 1906/08 errichteten Hackeschen Höfe mit besonders schöner Jugendstilfassade.

Von hier gingen wir durch weitere Höfe der Anlage zu den Sophie-Gips-Höfen, den Rosenhöfen der Architekten Baller sowie dem Paulinenhof, genannt nach der Witwe des Shampoo Herstellers Schwarzkopf, mit einer selten anzutreffenden Bogendachkonstruktion.

Architekturspaziergang zu den Höfen in Mitte
Architekturspaziergang zu den Höfen in Mitte
Architekturspaziergang zu den Höfen in Mitte