Ausflug nach Dessau

Mit der Stadt Dessau und dem Bauhaus verbinden sich große Namen wie Mies van der Rohe, Walter Gropius und Marcel Breuer. Das BAUHAUS,  ein internationaler Talent-Magnet, zog auch berühmte Künstler wie Wassily Kandinsky, Paul Klee und Lyonel Feininger an, die vom Bauhaus aus die Malerei der Moderne beeinflussten.
Am 14. Juni 2016 startete die beiden WiB-Gruppen „Architekturspaziergänge“ und „Design“ ihren lang geplanten Tagesausflug nach Dessau. Unser gemeinsames Interesse galt dem Thema Bauhaus, das symbiotisch beide  Gruppen trotz teilweise unterschiedlicher Interessenschwerpunkte im Einzelnen verbindet. Begleitet wurden wir von  Architekt Ulf Meyer, der uns schon während der Fahrt spannend auf die Besichtigung der Bauhausschule sowie der Meisterhäuser und andere Sehenswürdigkeiten vorbereitete.  So  erläuterte er z.B. dass das Bauhaus nicht nur architektonisch, sondern auch  als eine politisch/soziale Bewegung zu verstehen war - dass  es nicht nur EINE Bauhausarchitektur gäbe. Kunst und Handwerk waren als „Gesamtkunstwerk“ verbunden. Es habe keine „Fächer“ gegeben, sondern Studium und Leben seien eins gewesen.  Interessant waren auch seine Erläuterungen zur Rolle der Frauen im Bauhaus, die hauptsächlich im Bereich Kunsthandwerk lehrten und arbeiteten.
Zuerst erreichten wir die Bauhausschule Dessau, besuchten kurz den äußerst attraktiven Designshop im Gebäude, dann ging es mit einer Führung durch das Haus mit Besichtigung des Direktorenzimmers von Walter Gropius. Es folgten das Zimmer der Designerin Marianne Brandt, das Auditorium und die Mensa. Nach einem Gruppenfoto vor dem Eingang der Schule, fuhren wir weiter zu den Meisterhäusern von Walter Gropius, Muche/Schlemmer, Kandinsky und Klee. Nach anschließendem Mittagessen im Kornhaus von Carl Flieger (erbaut 1929) und schön an der Elbe gelegen, ging es weiter zum Städtischen Arbeitsamt von Walter Gropius. Ein plötzlicher Wolkenbruch vereitelte einen Spaziergang  durch die Bauhaussiedlung „Törten“ von Gropius, so dass wir die Ausführungen und Erläuterungen unseres Architekten vom Bus aus in Trockenheit erlebten.
Abschluss unserer Tagesfahrt war der Besuch im Umweltbundesamt von Sauerbruch Hutton.  Ein geschwungener, mäanderförmiger Bau von lebhafter Farbgebung. Ein riesiges Glasdach überspannt das lichtdurchflutete Atrium, große Pflanzen gaben einem das Gefühl, eher in einem botanischen Garten als in einem Ministerium zu sein. Nach der doch eher schlichten Bauhausarchitektur geradezu ein Feuerwerk an Farbe und Licht.
Die Sonne zeigte sich versöhnlich zum Abschluss dieses hochgelobten Ausfluges beider Gruppen nach Dessau.

Zu Besuch in Dessau
Treppenhausfenster im Bauhaus
Umweltbundesamt von Sauerbruch Hutton