Media-Spree Viertel

Von der Oberbaumbrücke aus startete die WiB-Architekturgruppe am 10. März bei strahlender Frühlingssonne in das so genannte Media Spree-Viertel von Berlin. Der Kunst-Begriff „Media-Spree“ bezieht sich dabei auf eine Strecke von rund 3,7 Kilometern rechts und links der Spree – ungefähr zwischen Jannowitzbrücke und Elsenbrücke und gehört zu den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow. Viele der alten Gebäude sind ehemalige Industrie- oder Gewerbeimmobilien, die heute oft unter Denkmalschutz stehen. Stand diese Gegend nach der Wende vor allem im Zeichen von Industriebrachen und einer lebhaften „Untergrund-Kultur“, entdeckten in den 90er Jahren Stadtplaner und Investoren dieses Gebiet für sich und entwarfen die Vision einer großflächigen Ansiedlung von Kommunikations- und Medienunternehmen, die zum Teil bereits umgesetzt wurde. Die lebendige und mit vielen „architektonischen Anekdoten“ gespickte Führung rückte diesen -  für viele der rund 20 internationalen Teilnehmerinnen unbekannten - Teil Berlins in einen neuen Fokus. Unter anderem vorbei an dem ehemalige Eierkühlhaus (heute Deutschlandsitz der Universal Music), dem ehemaligen Getreidespeicher (heute Office-Loft), der Singer-Nähmaschinenfabrik (heute unter anderem Sitz der Kommunikationsagentur init) sowie den neu entstandenen Büros von CocaCola oder dem spektakuläre NH Hotel endete die Führung vor der East-Side-Gallery – gegenüber der O2-World.

Neu entdeckt: Das Media-Spree Viertel