Spuren eines Landes am 18. Juli 2017

Start- und Treffpunkt der letzten Tour der Fahrradgruppe im Clubjahres war der Bahnhof Lichtenberg. Von dort radelte man zur Gedenkstätte der Sozialisten; seit den Jahren der DDR finden dort im Januar Gedenkdemonstrationen für Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Quer durch den Landschaftspark Herzberge: In diesen Grünanlagen standen in den Jahren der DDR studentische Zeltlager; die mussten während ihrer Ferien „freiwillig“ in Betrieben oder auf Baustellen arbeiten. Von der Gedenkstätte Hohenschönhausen, früher das Berliner Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit, ging es weiter zum Oranke- und Obersee; dort konnten wir das Mies-van-der-Rohe-Haus sowie einen historischen Wasserturm sehen.

In Richtung Südwesten ging es am Sportforum Hohenschönhausen vorbei. Ein Gelände von 500.000 qm Fläche, dass das Zentrum des DDR-Leistungssports war und auch heute weiter besteht. Weiter durch den Volkspark hinein nach Prenzlauer Berg, quer durch den Thälmann-Park und vorbei am Zeiss-Großplanetarium. Durch den Bürgerpark Pankow erreichten wir den Mauerpark mit Sicht auf die Bösebrücke, die besser als Bornholmer Brücke bekannt ist. Am 9. November 1989 öffnete sich hier der erste Übergang von Ost nach West.

Entlang des Mauerparks fuhren wir zur Bernauer Straße – der Mauergedenkstätte – passierten das Gelände des Bundesnachrichtendienstes; dort stand bis 1992 das „Stadion der Weltjugend“. An der Gedenkstätte für Günter Liftin, dem ersten Mauertoten, erreichten wir den Invalidenfriedhof, einen der ältesten Friedhöfe Berlins. Danach war es nur noch ein Katzensprung  zum Potsdamer Platz, wo die große Umfahrt endete.