Besuch der Kindl-Brauerei in Neukölln

Die Museumsgruppe besuchte im April die Kindl-Brauerei in Neukölln. Bereits auf dem Weg bekommt man einen differenzierten Eindruck unserer Zeit. Junge Menschen, die vor dem Jobcenter am Rollberg Fragen zu Hartz IV beantworten und auf der gegenüberliegenden Straßenseite wachsen Eigentumswohnungen in den Himmel. Dies ist die Realität von Neukölln.

Seit Ende Oktober 2016 gibt es auf dem Gelände der stillgelegten Kindl-Brauerei einen Ort, an dem über „Realität“ und wie sie wahrgenommen wird, nachgedacht wird. Das deutsch-schweizerische Ehepaar Vanholt-Grisard initiierte hier das Zentrum für zeitgenössische Kunst. Aktuell zeigt die Ausstellung "up and down" die Avantgarde von heute als Salonkunst von morgen.

Die Kuratorin An Paenhuysen präsentierte uns künstlerische Positionen im Spannungsfeld zwischen Subkultur, Hochkultur und Mainstream. Die Führung endete im Kafenion König Otto im Sudhaus zwischen den Braukesseln der alten Brauerei.