Clubreise nach Görlitz und das Lausitzer Seenland vom 17. bis 18. April 2018

Die zweitägige Busreise bei prächtigem Wetter bot ein reichhaltiges Programm und viele Facetten: In Görlitz an der Neisse bekam die Gruppe in der penibel restaurierten Altstadt mit ihren 4.000 denkmalgeschützten Gebäuden eine Vorstellung davon, wie die Menschen in der einst reichen Tuchmacherstadt an der berühmten Via Regia lebten und Handel trieben.

Görlitz hofft auf weiter prosperierenden Tourismus und den Welterbe-Status, wie Oberbürgermeister Deinege betonte, der zum Empfang ins prächtige Rathaus eingeladen hatte. Und längst hat auch die Filmindustrie diese Kulisse entdeckt. In Görliwood wurden weite Teile von Filmen wie The Grand Budapest Hotel, Inglorious Basterds oder Die Vermessung der Welt gedreht.

Von der Stadt ging es dann aufs Land: in den nahegelegenen, nach englischem Vorbild gestalteten Landschaftspark des schillernden Fürst Pückler-Muskau, über den die WiB-Mitglieder vom Schlossturm einen sehr guten Überblick hatten, ohne den ganzen Park durchstreifen zu müssen. Den Abschluss dieser sehr intensiven und bei bester Stimmung aller absolvierten Reise stellte das Lausitzer Seenland dar – dies auf Vorschlag und großartiger dankenswerter Vorarbeit und Unterstützung eines unserer Mitglieder.

Nach jahrzehntelangem Braunkohleabbau, der seine Spuren in der Landschaft hinterlassen hat, wird nun seit Jahren das ehemalige Tagebaurevier geflutet und zu einer Seenlandschaft und Tourismusregion umfunktioniert – ein dramatischer Strukturwandel, der dem gesamten Landstrich die verlorengegangenen Arbeitsplätze wieder zurückbringen soll. Auffällig war, wie touristisch gesehen immer in Kooperation mit Polen gedacht wird: im Grenzland rechts und links der Neisse glaubt man, auf diesem Gebiet in Zukunft den Besuchern noch viel bieten zu können.