Die Staatsbibliothek zu Berlin - Für Forschung und Kultur

Am 28. Februar 2019 war WiB zu Gast in der Staatsbibliothek zu Berlin. Das Haus Unter den Linden ist das Stammhaus der größten deutschen Universalbibliothek und eine der bedeutendsten Bibliotheken der Welt. Das Gebäude, 1903-1914 von Ernst von Ihne erbaut und von Kaiser Wilhelm II im Jahre 1914 eingeweiht, wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Die Kriegsschäden wurden zunächst nur teilweise beseitigt. In mehreren Jahren aufwendiger Restaurierung durch das Architekturbüro HG Merz wurde nun der ursprüngliche Kuppellesesaal in eindrucksvoller zeitgenössischer Form wiedererrichtet. Heute ist der Bestand auf zwei Hauptstandorte aufgeteilt, die beide unter Denkmalschutz stehen. Neben dem Stammhaus Unter den Linden ist auch der Bibliotheksbau von Hans Scharoun in der Potsdamer Straße Teil der Staatsbibliothek.

Der Besuch begann zunächst mit einer Führung durch die Räumlichkeiten Unter den Linden durch Gudrun Nelson-Busch, der Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Dann folgte ein Vortrag der Generaldirektorin Frau Barbara Schneider-Kempf zum Thema Forschung und Kultur. Die Staatsbibliothek ist eine Archivbibliothek, Bücher werden nur in der Originalsprache gesammelt. Berühmt ist das Haus unter anderem für die 480.000 Handschriften, darunter die Mozart Meisteropern, die amerikanischen Reisetagebücher Alexander von Humboldts und die Gutenbergbibel auf Pergament.

Die Staatsbibliothek ist außerdem stolze Hüterin von vier Objekten, die beim UNESCO Memory of the World Programm registriert sind, ein Plakatdruck der 95 Thesen Luthers, Luthers Handexemplar der Hebräischen Bibelausgabe, die h-Moll-Messe von Bach und schließlich die Symphonie Nr. 9 von Beethoven. Bei diesem herausragenden Bestand wundert es nicht, dass 35.000 Leserinnen und Leser angemeldet sind und jeden Tag durchschnittlich 5000 Entleihungen erfolgen.