Lunchgespräch im Deutschen Archäologischen Institut

Im Rahmen des neuen Veranstaltungsformats Lunchgespräche bei Deutschen Kulturmittlern war WiB am 11. Februar 2019 zu Gast im Deutschen Archäologischen Institut in Berlin Dahlem. Zu Beginn gab es eine Führung durch das denkmalgeschützte Wiegand-Haus, dem eigentlichen Herzstück des DAI-Geländes. Es wird durch einen modernen Verwaltungsbau an der Podbielskiallee verdeckt und ist vielen Berlinern völlig unbekannt. Bauherr Theodor Wiegand, Archäologe und Museumsdirektor, beauftragte mit Peter Behrens einen ausgesprochenen Modernisten mit dem Bau, und so vereinigt die 1912 fertiggestellte neoklassizistische Villa moderne Elemente mit traditionellen Erinnerungsstücken Wiegands.

Im holzvertäfelten Gartensaal gab dann DAI-Präsidentin Prof. Dr. Friederike Fless einen Überblick über die Arbeit ihres Instituts. Die 1829 in Rom gegründete und 1874 dem Auswärtigen Amt zugeordnete Forschungseinrichtung hat den Auftrag, archäologische und altertumswissenschaftliche Forschung im Ausland durchzuführen und ist heute mit 300 Projekten und 20 Standorten weltweit tätig. Seit 2016 koordiniert das DAI auch das Archaeological Heritage Network, das sich zum Ziel gesetzt hat, das kulturelle Erbe weltweit zu erhalten, zu schützen und zu fördern. Die gezielte Aus- und Weiterbildung, der Aufbau von Denkmalregistern sowie die Planung konkreter Maßnahmen des Kulturerhalts, jeweils in enger Zusmmenarbeit mit örtlichen Partnern in den betreffenden Ländern, sind weitere wichtige Tätigkeitsfelder.