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Ein filmhistorischer Jahresauftakt: Hommage an Hildegard Knef

Der Januar startete für die Kinogruppe mit einem bedeutenden Stück deutscher Filmgeschichte und einer Hommage an die großartige Schauspielerin (und Sängerin und Autorin) Hildegard Knef. Anlässlich ihres 100. Geburtstags wurde der Film „Die Mörder sind unter uns“ aus dem Jahr 1946 gezeigt. Er gilt als einer der 100 wichtigsten deutschen Filme und ist der erste Spielfilm der DEFA.

Der Filmabend am 14. Januar 2026 begann mit einem Glas Neujahrs-Sekt im Foyer des traditionsreichen Delphi-Filmpalasts. Der Film überzeugte alle, besonders beeindruckend waren die Szenen, die das zerstörte Berlin kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs realistisch zeigten. Der Regisseur Wolfgang Staudte setzte sich mit den moralischen Folgen des Nationalsozialismus auseinander und wählte Hildegard Knef und Ernst Wilhelm Borchert als Protagonisten. Es war die erste Hauptrolle für die damals 21jährige Hildegard, die bald zu einem großen Star avancierte. Das anschließende Filmgespräch verfolgten wir mit Spannung: Thomas Jost (Manager Hildegard Knef), Adam Kerpel-Fronius (Historiker, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) und Dr. Jens Schöne (Historiker, Stellvertreter des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) diskutierten mit der Moderatorin Antje Bernhardt von bernhardt-bildung über die Aktualität des Films. Amüsant waren die Anekdoten von Manager Jost über Hildegards berühmt-berüchtigte Berliner Schlagfertigkeit.