Eine Bootsfahrt zum Schloss Caputh

"Es gibt kein schlechtes Wetter – nur falsche Kleidung“. Diesen Ratschlag im Hinterkopf, hatte die Gruppe Antiquitäten, Schlösser, Villen & Gärten am 22. Juni 2018 zu ihrer letzten Veranstaltung in diesem Clubjahr eingeladen - einer Bootsfahrt zu Schloß Caputh mit anschließender Führung durch das Schloss. Die etwa 30 minütige Bootsfahrt ab Bootssteg Lange Brücke in Potsdam führte auf der Havel über den Templiner See nach Caputh. Der Blick über ausgedehnte Wäldereien, beeindruckende Anwesen und weites Land ließ den anfänglich heftigen Regen vergessen, der die Stimmung der Mitglieder nicht trüben konnte.

Malerisch am Ufer der Havel gelegen, blickt Schloss Caputh auf eine 350-jährige Geschichte zurück und ist das älteste, erhalten gebliebene Lustschloss aus der Zeit des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Das Schloss gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und war vom Ende des 16. bis Ende des 17. Jahrhunderts Sommersitz der Brandenburger Kurfürstinnen.

Unter fachkundiger englischer Führung durch Helen Eichhorn besichtigte die Gruppe den Festsaal, die Kavalierszimmer, die Wohnungen des Kurfürstenpaares, das Porzellankabinett und als Höhepunkt den im Souterrain gelegenen Sommerspeisesaal, ausgeschmückt mit über 7500 niederländischen Fayencefliesen.

Einige Mitglieder nutzen die Gelegenheit, ein späteres Boot zurück nach Potsdam zu wählen, um sich den Ort Caputh, reizvoll zwischen Templiner See und Schwielowsee gelegen, anzusehen. Bekanntheit erlangte der Ort auch durch Einstein, der hier von 1929 bis 1932 seinen Sommersitz hatte. Direkt an der Fähre, die seit über 150 Jahren über das Caputher Gemünde Geltow mit Caputh verbindet, gibt es einige Restaurants, wo bei einem Mittagessen mit Blick auf die Havel entspannt werden kann.