Besuch beim Kammergericht

Am Donnerstag 8. November 2018 wurden die Gruppen Geschichte und Politik und Unbekanntes Berlin,  vom Präsidenten des Kammergerichts Berlin, Herrn Dr. Bernd Pickel, im Kammergericht freundlich empfangen und in kurz in die Historie des Hauses eingeführt. Unsere Mitglieder – darunter viele diplomatische Gäste aber auch deutsche Mitglieder - waren überrascht und angetan von der besonders wechselvollen Geschichte des Berliner Kammergerichts.

Es ist das älteste noch tätige und wohl auch berühmteste Gericht Deutschlands. 1468 wurde es zum ersten Mal urkundlich erwähnt und feiert in diesem Jahr sein 550 jähriges Bestehen. Erst seit 1913 befindet sich das Gericht in dem heutigen Gebäude am Kleistpark wo dem Besucher schon in der großzügigen Empfangshalle die erhabene Großartigkeit des Rechts bewusst wird.

Das Kammergericht hatte in seiner Geschichte viele verschiedene Funktionen. Es war Hofgericht mit Sitz im Berliner Schloss, Wegbereiter des Rechtsstaates, preußischer Staatsgerichtshof und Oberlandesgericht der Reichshauptstadt. Der NS-Volksgerichtshof und ab 1945 die alliierte Militärregierung für Deutschland tagten im Plenarsaal des Kammergerichts. Im geteilten Berlin wurde sein Präsident Günter von Drenkmann zur Zielscheibe von Linksterroristen.

Unser besonderer Dank gilt Frau Annette Gabriel, Richterin und Pressesprecherin des Kammergerichts und Herrn Thomas Rau, dem Vorsitzenden des Personalrats, die uns fachkundig im Anschluss an die einführende Worte des Präsidenten Dr.  Bernd Pickel durch das Haus führten