Roman "Skandinavisches Viertel"

Eine deutsche Kindheit entlang der Mauer im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg wurde im Hause von Bettina Stölzl-Praetorius am 28. Oktober 2019 an einer liebevoll gedeckten Tafel zwischen 20 Mitgliedern der Berlin und Umgebung durch Literature Gruppe diskutiert. Der Romanheld des Skandinavischen Viertels kennt sich dort aus wie kein anderer. Hat er doch dort seine Kindheit an der Mauer und um die Häuser streunend verbracht. Sein Studium führte ihn nach Leipzig – die Nachwendezeit bringt ihn zurück nach Berlin.

Die Runde diskutierte die Familiengeheimnisse, seine Träume, seine Begriffe von Freiheit und sein Verhältnis zu Frauen. Der ostdeutsche Autor Torsten Schulz spricht nicht aufgearbeitete Vergangenheit an und die tragischen Auswirkungen eines Systems, dass die Verarbeitung untersagte. Die persönlichen Bewertungen des Romans durch die Anwesenden führten zu intensiven Gesprächen; Rückblicken auch auf eigene Erfahrungen mit absoluten Systemen, menschlichen Hoffnungen und Realitäten.