Vladimir Nabokovs Maschenka

Die Gruppe „Berlin & Umgebung durch Literatur entdecken“ besprach bei ihrem Treffen am 27. November 2017 den ersten Roman Vladimir Nabokovs, „Maschenka“, den er 1924 in Berlin auf Russisch veröffentlich hatte.

Berlin war zum Zufluchtsort russischer Emigranten geworden. Vor allem während der Jahre 1921-1923 florierten Geistes-,Kultur- und Geschäftsleben im russischen Mikrokosmos von Berlin.

Vor der Oktoberrevolution geflohen, durchlebt ein jetzt in Berlin lebender russischer Emigrant in der Erinnerung seine Jugendliebe mit Maschenka. Sie verkörpert seine geliebte Heimat. Sehnsüchtig erwartet er ihr Eintreffen. Als er begreift, dass mit Maschenka nicht sein verlorenes Russland kommen wird, sondern eine Frau, die nun auch in der Emigration leben muss, kehrt er von seinem Traum ab und fügt sich in sein Schicksal, die Heimat verloren zu haben.

Sefi Sharoni (Israel), Snejana Serebrian (Moldau) und Mahym Atayeva (Turkmenistan).