Naturschutzgebiete

Frau Gloria Musyoka, Gattin des Botschafters von Kenia, lud die englische Konversationsgruppe am 18. Februar 2019 in ihre Residenz ein. Das Thema Wildtiere und Naturschutzgebiete wurde von Gloria als Gesprächsthema gewählt.
 
Wir begannen unsere Tour in Kenia, der Heimat der Safari. 54 Nationalparks und -reservate befinden sich in verschiedenen Regionen, von denen das Naturschutzgebiet Masai Mara mit den Big 5 - Nashorn, Elefant, Löwe, Leopard und Büffel - besonders beeindruckend ist. Es ist auch der ideale Ort, um die jährliche atemberaubende Wanderung der Gnus zu sehen. Kenias südlicher Nachbar ist Tansania. Ein Drittel dieses Landes ist aufgrund seiner hohen Dichte an Pflanzen, Wildtierarten und Meeresbewohnern ökologisch geschützt. Schon seit etwa einer Million Jahren findet zwischen den tansanischen Serengeti-Ebenen und der Masai Mara-Region in Kenia die jährliche Massenwanderung von Wildtieren statt.
 
Dschibuti liegt am Horn von Afrika und verfügt über 8 Gebirgszüge und eine wunderbare Unterwasserwelt einschließlich Walhaien. Der Assal See ist ein Kratersee, zehnmal salziger als das Meer und der Lac Abbé ist mit Kalksteinschornsteinen übersät. Der Francolin-Vogel mit weißen Streifen, der nur in Dschibuti vorkommt, ist eine vom Aussterben bedrohte Vogelart. Tunesien hat Teile des Atlas-Gebirges und der Sahara-Wüste, darüber hinaus eine wunderschöne Küste mit Blick auf das Mittelmeer, wo Wale und Delphine schwimmen. Im Lake Ichkeul Nature Park gibt es rund 200 Vogelarten, darunter Störche und Flamingos sowie 500 Pflanzenarten.
 
Die iranische Insel Hormuz hat aufgrund ihrer farbenfrohen Berge, bunten Steine ​​und Böden erstaunliche Farben. Der Khar-Turan-Nationalpark beherbergt eine Vielzahl seltener Tiere wie den asiatischen Gepard, von denen nur etwa 100 weltweit leben. Kasachstan hat eine raue Landschaft mit Bergen, Wüste und Halbwüste, Wäldern, Flüssen und Seen. Unter den 20 Nationalparks und Naturschutzgebieten in Kasachstan ist Korgalzhyn das größte Naturschutzgebiet. Es gibt dort Schneeleoparden, Schneeantilopen, Tien Shan Dholes, schwarze Vögel und rosa Flamingos, um nur einige zu nennen.
 
In Indien lebten 6,5 Prozent der Wildtierarten der Welt, jedoch wurden viele Tiere zu bedrohten Tierarten wie der asiatische Tiger. Das Wildlife Protection Act wurde 1972 erfolgreich umgesetzt. Der gegenwärtige Tigerbestand hat 2.000 erreicht. Der Inselstaat Singapur ist trotz rascher Urbanisierung und Modernisierung überraschend grün und sauber, dank der frühzeitigen Planung und Erhaltung seiner Regenwälder, natürlicher Reservoirs und Naturschutzgebiete einschließlich Vogelarten und Tropenpflanzen.
 
Fast drei Viertel Japans sind bergig, auf den Berggipfeln wachsen zahlreiche Alpenpflanzen. Das japanische Volk hat immer besondere Gefühle für Natur und Tierwelt. Berge und Wälder haben eine heilige Bedeutung und Tiere, die ihre Inseln teilen, werden mit Respekt behandelt. Vietnam ist ein Land von natürlicher Schönheit mit atemberaubenden Kalksteinhöhlen. Ha Long Bay ist ein Weltkulturerbe. Saola, ein vom Aussterben bedrohtes Tier, wurde in den dichten Wäldern Vietnams entdeckt und erneuert damit die Hoffnung auf eine Erholung dieser Tierart.

Argentinien hat eine der größten Ökosystemvarianten der Welt. Nordargentinien hat tropische Dschungel und Wasserfälle. Patagonien an der Südspitze Argentiniens besteht aus schneebedeckten Bergen, Wüsten und subantarktischen Wäldern. Wildpferde, Jaguare und Flamingos gehören zu den vielen hier vorkommenden Tier- und Vogelarten.
 
Zurück in Europa hielten wir in Island an, das Land der Gletscher, Wasserfälle, heißen Quellen, Vulkane und Lavafelder. Es gibt einige 20 Arten von Walen in isländischen Gewässern. „Whalewatching“ ist ein Volkssport und auch ein wichtiger Bestandteil der isländischen Wirtschaft.
 
Unser letzter Stopp war Deutschland. Nur zwei Autostunden entfernt von Berlin befindet sich in Sachsen das Wunder der Bastei. Diese zerklüfteten Felsen, die 200 Meter hoch über der Elbe aufragen, wurden über eine Million Jahre durch Wassererosion geformt. In anderen deutschen Regionen werden große Anstrengungen unternommen, um Wildtiere, wie Seehunde aus der Nordsee und graue Wölfe zu schützen, die in den 1990er Jahren hier fast ausgestorben waren.
 
Es ist eine aufregende Welt, über die wir gesprochen haben. Besonders möchten wir uns bei Gloria herzlich dafür bedanken, dass sie uns mit dem Mittagsempfang auch noch die Möglichkeit zur persönlichen Konversation gegeben hat.